Sieben auf einen Streich
„Im Frühjahr 2009 gab es ein erstes Treffen der Kirchenvorstände, im Herbst konnten wir uns einigen und im Januar 2010 beschloss die Kirchenregierung unserer Landeskirche in Braunschweig die Bildung des Pfarrverbandes - so schnell und geräuschlos können Strukturveränderungen vorgenommen werden.“ So berichtet Propst Andreas Weiß über die Entstehung des neuen Pfarrverband der Stadtkirche Königslutter mit Groß Steinum, Rottorf, Glentorf, Boimstorf, Rotenkamp und Scheppau.
Zunächst ist festzuhalten: Jede dieser Kirchengemeinden ist und bleibt selbständig mit eigenem Kirchenvorstand und eigener Haushaltsführung. Deshalb wird sich für die Kirchengemeinde grundsätzlich nichts ändern, zumal ja längst Pfarrverbände bestanden haben.
Dann stellt sich die Frage: Warum jetzt der neue große Pfarrverband?
Die Landeskirche hat vor 10 Jahren Kriterien festgelegt, die den Umfang einer Pfarrstelle berechnen. So werden alle Gemeindepfarrstellen in unserer Kirche alle zwei Jahre neu bewertet. Dem Pfarrverband Glentorf stand nach dieser Berechnung nur noch eine halbe Pfarrstelle zur Verfügung. „Mit dem Zusammenschluss haben wir nun insgesamt 2 ½ Stellen für die sieben Gemeinden", so Weiß weiter.
Die Vereinigung des Pfarrverbandes Glentorf, Boimstorf, Rotenkamp und Schuppau mit dem Verband Stadtkirche Königslutter, Groß Steinum und Rottorf wird sich an zwei Stellen bemerkbar machen:
- Die pfarramtliche Versorgung im Bereich der Stadtkirche wird sich ändern: neben Propst Weiß (Pfarrbezirk I), Pfarrerin Duesberg und Pfarrer Maurer (Pfarrbezirk II) wird Pfarrer Jordens-Höke den Pfarrbezirk III übernehmen. Er bleibt weiterhin der Pfarrer für Glentorf, Boimstorf, Rotenkamp und Scheppau, Frau Duesberg ist die Pfarrerin für Groß Steinum und Herr Maurer der Pfarrer für Rottorf.
- Die Verwaltungsaufgaben werden neu aufgeteilt: Das Hauptbüro für den Pfarrverband ist das Gemeindebüro der Stadtkirche. Das Büro im Pfarrhaus Glentorf bleibt erhalten.







